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Aug 232018
 

Nicht finanzierbar: Das Aus für die Frauenfußball-Traditionsveranstaltung

Es war DAS Fußball-Highlight der Wintersaison. Mehr als 40 Jahre
lang hat der TuS Jöllenbeck den Frauenfußball mit einer Veranstaltung gefördert
und geehrt, die national und international einen immer höheren Stellenwert
und Bekanntheitsgrad bekam. Aber damit ist es vorerst vorbei. Die
beliebten »Weltklasse«-Turniere in Bielefeld-Jöllenbeck wird es wohl nicht
mehr geben. »Die Entscheidung ist uns allen sehr, sehr schwer gefallen«,
sagt Turnierdirektor Olaf Beugholt, »aber letztlich lässt sich eine solche Veranstaltung
für einen Verein wie den TuS Jöllenbeck nicht finanzieren.«
Das 38. Internationale Frauen-Hallenfußball-Turnier im Januar 2018 war also
das vorerst Letzte in der Geschichte. Der zweimalige Champions-League-
Gewinner und Jöllenbecker Rekordteilnehmer Turbine Potsdam geht als letzter
Sieger in die Annalen dieses weltweit einzigartigen Turniers ein. Schon in
den vergangenen Jahren standen die Organisatoren immer wieder vor großen
Herausforderungen, um das beliebte Turnier am Leben zu erhalten.
Denn im Laufe der Jahrzehnte ist der Frauenfußball immer professioneller
geworden und damit stiegen auch die Wünsche und Bedürfnisse der Teilnehmer.
»Das ist auch völlig verständlich«, sagt Olaf Beugholt, »Nationalspielerinnen
bei Gastfamilien oder in Turnhallen übernachten zu lassen, wie das in der
1980er Jahren durchaus der Fall war, sowas ist heutzutage gar nicht mehr
denkbar. Aber auch in diesem Jahr gab es noch Mannschaften, bei denen
Spielerinnen zu viert auf einem Zimmer waren – ganz einfach, weil die Hotel2
Kapazitäten nicht mehr hergaben.« Und ein anderes, größeres Hotel, war und
ist für den TuS Jöllenbeck, der ausschließlich von lokalen und regionalen
Sponsoren unterstützt wurde, nicht mehr finanzierbar. »Da sind wir immer
mehr an die Grenzen des Machbaren gestoßen – und irgendwann geht es
dann einfach nicht mehr, so weh diese Erkenntnis auch tut.«
Frauenfußball in Jöllenbeck – das bedeutete wirklich viele Jahre lang das
hautnahe Erleben von Weltklasse-Fußballerinnen aus zig Nationen. Weltmeisterinnen,
Olympiasiegerinnen, Europameisterinnen, U 20-, U 19- und U
17-Welt- und Europameisterinnen, aktuelle Topstars und die Stars von morgen
gaben sich in der kleinen, aber noch immer feinen Sporthalle der Realschule
Jöllenbeck ein Stelldichein. »Ob in den 1980ern der dänische Italien-
Profi Lone Smidt Hansen, Martina Voss, Birgit Prinz, Victoria Svensson, Yuki
Nagasato oder Pernille Harder, Brasiliens zweimalige Olympia-Zweite Renata
Costa oder Vivianne Miedema – sie alle waren hier und noch viele, viele andere
große Namen und Persönlichkeiten«, erinnert sich Olaf Beugholt immer
wieder gerne zurück an Stars ohne Star-Allüren.
»Ich möchte von ganzem Herzen allen danke sagen, die so viele Jahre dazu
beigetragen haben, dass dieses unvergessliche Turnier mit seinem unverwechselbaren
familiären Charme immer wieder zu einem großen Erfolg für alle
Beteiligten wurde«, sagt Beugholt, »Dank den vielen ehrenamtlichen Helfern,
den Sponsoren und natürlich auch meinem Vorgänger Peter Schmidt,
der diese Veranstaltung 1977 aus dem Nichts gegründet, gefördert und schon
zu seiner Zeit auf ein außergewöhnliches internationales Niveau gehoben
hat.«
 Posted by at 18:38
Jan 182018
 

Da staunten wirklich alle in der Halle. So etwas hatten sie noch nie gesehen. Ein derart hochklassiges, temporeiches und dramatisches Finale setzte „Weltklasse 2018“, dem 38. Internationalen Frauenfußball-Hallenturnier des TuS Jöllenbeck um den Pokal der Sparkasse Bielefeld, noch die Krone auf. Nach zwei durchweg spannenden Turniertagen in der Sporthalle der Realschule Jöllenbeck holte sich Turbine Potsdam erst im Neunmeterschießen den fünften Titel im Duell mit dem ebenbürtigen tschechischen Vizemeister Sparta Prag. „Ein tolles Finale“, staunte auch Turnierdirektor Olaf Beugholt und wunderte sich, woher beide Mannschaften am Ende noch dieses Tempo und die Kraft hernahmen.

3:0 führte Sparta im Finale schon, als Turbine noch ein Stück mehr aufdrehte und in den zweiten zehn Minuten des Endspiels durch einen Doppelschlag zum Anschluss kam. Als die finnische Nationalspielerin Tia Hälinen für Sparta auf 4:2 erhöhte, war der erste Titel für das tschechische Top-Team zum Greifen nah. Elise Kellond-Knight traf zwar noch zum 3:4, aber 19 Sekunden vor Schluss war Sparta immer noch vorn. Turbine-Keeperin Lisa Schmitz schaltete sich immer wieder ins Angriffsspiel mit ein und holte schließlich mit dem Rücken zum gegnerischen Tor einen äußerst umstrittenen Freistoß heraus. Wurde erneut angespielt und hämmerte den Ball ins Netz – 4:4, Neunmeterschießen!
Gleich mehrfach hatten es die Pragerinnen auf dem Fuß, das Turnier für sich zu entscheiden, weil Potsdam vorlegte und verschoss. Aber entweder landete auch ihr Ball am Pfosten oder bei der überragenden Lisa Schmitz, die zurecht zur „Besten Torhüterin des Turniers“ gewählt wurde. Und so war es doch am Ende Turbine Potsdam, das bei seiner 20. Turnierteilnahme den fünften Titel holte. Einfach Weltklasse!

Es war ein historisches Turnier. Eines, das den Teilnehmern und allen Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird. In den vergangenen Jahren war die Qualität aller teilnehmenden Mannschaften immer weiter gestiegen, aber manchmal in eine Richtung, die polarisierte. Denn manch ein Team, manch ein Trainer hatte zuletzt auf diszipliniertes, taktisch kluges Defensivspiel gesetzt. Darauf, es dem Gegner möglichst schwer zu machen und auf Fehler zu lauern, die es dann eiskalt auszunutzen galt. Auch das ohne Frage eine große Qualität, wenn man es beherrscht. Aber „Weltklasse 2018“ war anders, geprägt von acht Mannschaften, die konsequent offensiv spielten. 164 Turniertore bedeuteten einen neuen Rekord, und das, obwohl keine einzige Mannschaft dabei war, die nur als Schießbude fungierte. In allen Partien ging es in hohem Tempo hin und her, und das nicht etwa wild und ungestüm, sondern mit Kreativität, technischer Finesse und jeder Menge Tordrang. Das Motto: Lieber attraktiv stürmen und das Risiko eingehen ausgekontert zu werden als zu mauern und dann doch durch einen Fehler zu verlieren. Das Spiel ohne Ball war in Jöllenbeck noch nie so ausgeprägt vorhanden wie in diesem Turnier. „Ein irres Tempo“, stellte auch Turnierleiter Markus Baumann schon am ersten Turniertag fest.
Und das schon im Eröffnungsspiel. Es waren erst wenige Sekunden gespielt, da führte Neuling KoldingQ aus Dänemark schon mit 2:0 gegen Titelverteidiger SGS Essen. Warum? Weil Kolding eine Feldspielerin als Torhüterin einsetzte und somit in Überzahl angriff, was die Essenerinnen zunächst komplett überrumpelte. Aber die SGS stellte sich kurz danach schon darauf ein und nutzte ihrerseits die Schwäche eines solch offensiven Torwartsystems und drehte die Partie bis zum Schluss noch zum 5:2 um. In der zweiten Partie überraschte Werder Bremen mit einem 4:1-Erfolg über den dänischen Vorjahresfinalisten und Champions-League-Teilnehmer Fortuna Hjørring. Tore am Fließband, temporeiche, eng umkämpfte Spiele mit ständigen Führungswechseln oder Aufholjagden, so ging es weiter. Keine einzige Partie darunter, die mal auf die Bremse drückte oder einseitig verlief – auch wenn das Ergebnis hinterher manchmal eine andere Sprache spricht. Manch einer, der zurücklag, versuchte eben alles, um doch noch zum Punktgewinn zu kommen, wechselte Torhüterin gegen Feldspielerin aus und hatte mal damit Erfolg und mal ging‘s nach hinten los.

Die Mannschaft des ersten Tages war zweifelsohne Werder Bremen. Viele werden sich die Augen gerieben und gedacht haben: Grün? Ist das jetzt Wolfsburg oder Werder? Nein, es war tatsächlich Werder Bremen, eine Mannschaft, die geschlossen auftrat, mit riesigem Offensivdrang und tollen Spielzügen. In der Breite eine äußerst ausgeglichene Mannschaft, was sich auch darin widerspiegelte, dass die Trainer bei der Wahl zur Besten Spielerin des Turniers gleich mehrere Werder-Kickerinnen ins Rennen warfen: Neben der ehemaligen Potsdamerin Marie-Louise Eta auch Verena Volkmer, Pia Wolter und Lisa-Marie Scholz. Fünf Siege in sechs Vorrundenspielen, darunter je zwei Erfolge über Titelverteidiger SGS Essen und Fortuna Hjørring. Aber dann verloren sie die letzten drei Partien des Turniers, das letzte Gruppenspiel gegen KoldingQ, das Halbfinale gegen Sparta Prag und schließlich auch noch das Spiel um Platz drei, ausgerechnet gegen Essen, das sie zuvor zweimal besiegt hatten. Werder – das Team des ersten Tages, am Ende doch nur Vierter.

Titelverteidiger SGS Essen wusste streckenweise mit großartigen Spielzügen und individueller Klasse zu glänzen und schaffte es auch immer wieder, innerhalb eines ungünstig verlaufenden Spiels zurückzukommen, eine Schippe draufzulegen. Was Essen dagegen ein wenig fehlte, war die Konstanz. Am Ende gab es Platz drei, in dem so starken Teilnehmerfeld definitiv ein Erfolg.

Alle drei dänischen Vertreter zeigten, dass ihre Akteurinnen – darunter viele U-Nationalspielerinnen – hervorragend am Ball ausgebildet sind. Annahme, Mitnahme, Passgenauigkeit, Abschluss – das alles im hohen Tempo – oftmals eine Augenweide. Und auch der 1. FC Köln hielt mit, verlor mehrfach knapp und kam erst im letzten Gruppenspiel zum ersten Punktgewinn – das aber gleich mit einem derart überzeugenden 6:2-Erfolg über VSK Aarhus, dass man sich fragte, warum der Torknoten nicht schon vorher geplatzt war.

Und Sparta Prag? Der tschechische Vizemeister, inzwischen international verstärkt, hat sich kontinuierlich weiterentwickelt, spielt attraktiven Fußball und hat einige Spielerinnen in den Reihen, denen zuzuschauen schon gewaltig Spaß macht, wie etwa Tschechiens großes Stürmertalent Andrea Stašková, Allrounderin Petra Bertholdová oder die nimmermüde Läuferin Tia Hälinen.

Am zweiten Tag ließ das Tempo insgesamt dann erwartungsgemäß ein wenig nach. Kein Wunder, nach den Leistungen des Vortags. Der Wille, nach vorne zu spielen, war aber immer noch bei allen vorhanden – und plötzlich, ganz am Ende, im Finale war dann auch das Tempo wieder da. Ein Beweis dafür, dass in Potsdam und Sparta tatsächlich die beiden besten Mannschaften des Turniers ins Finale eingezogen waren. Diejenigen, die das höchste Niveau am längsten beibehalten konnten.

Der Titelgewinn für Turbine Potsdam war die Konsequenz dessen, dass sich die Brandenburgerinnen wie in alten Zeiten präsentierten, druckvoll, spielerisch stark und nie aufgebend. „Ruhe, Ruhe“, rief Turbine-Trainer Dirk Heinrichs seine Akteurinnen, als sie im Finale zurücklagen. Und genau mit dieser Tugend schafften sie es, den Spieß noch einmal herumzudrehen. Turbine Potsdam – ein würdiger Sieger in einem nicht nur dem Titel nach „Weltklasse“-Turnier.

Beste Torschützin (12 Tore) und beste Spielerin des Turniers Lea Schüller vom SGS Essen, beste Torhüterin Lisa Schmitz von Turbine Potsdam

„Beste Spielerin 2018“

1. Lea Schüller (SGS Essen) 9 P.
2. Andrea Stašková (Sparta Prag) 7 P.
3. Verena Volkmer (Werder Bremen) 5 P.
Anna Gasper (Turbine Potsdam) 5 P.

„Beste Torhüterin 2018“

1. Lisa Schmitz (Turbine Potsdam) 21 P.
2. Anneke Borbe (Werder Bremen) 14 P.
3. Louise Eriksen (KoldingQ) 4 P.

„Beste Torschützinnen 2018“

1. Lea Schüller (SGS Essen) 12 T.
2. Signe Andersen (VSK Aarhus) 9 T.
3. Felicitas Rauch (Turbine Potsdam) 7 T.

 

Sørensen: „Das war mein letzter Tag als Trainer“

Einmal noch das „Weltklasse“-Turnier erleben und dann aufhören. Was sich fast schon kitschig anhört, ist wieder einmal Realität. Kaum war „Weltklasse 2018“, das 38. Internationale Frauenfußball-Hallenturnier des TuS Jöllenbeck um den Pokal der Sparkasse Bielefeld beendet, erklärte Brian Sørensen, der Erfolgstrainer des dänischen Spitzenklubs Fortuna Hjørring: „Das war mein letzter Tag als Trainer.“

Mehr als 20 Jahre lang war Sørensen als Coach im Frauenfußball aktiv, wurde Dänischer Meister, Pokalsieger und erreichte in der Champions League das Viertelfinale. Aber jetzt ist Schluss. Vor einigen Jahren hat er ein Projekt namens „Goal Station“ gegründet. Ein Fußball-Trainings-System unter anderem mit Banden und Ball-Kanonen, das Vereinen die Trainingsarbeit erleichtern und unterstützen soll – und auch Spielern ermöglicht, ihr Ballgefühl, Passgenauigkeit und Dribbelkünste zu trainieren und verbessern. Ein Projekt, das inzwischen weltweit großen Anklang findet und das er nun intensiver betreuen will. „Ich werde darum ab sofort in Miami wohnen“, erklärte Sørensen – und zwar gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, der zehnmaligen dänischen Nationalspielerin Camilla Kur, im vergangenen Jahr Torschützenkönigin von „Weltklasse 2017“, die jetzt ebenfalls beim Turnier ihre Karriere beendet hat. „Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass wir besser abschneiden als nur Fünfter“, so Sørensen, „aber unsere junge Mannschaft hat sich toll verkauft, und insgesamt können wir zufrieden sein.“
Neue Cheftrainerin bei Fortuna ist ab sofort Carrie Kveton aus den USA, schon seit Jahren Co-Trainerin in Hjørring. Sie verspricht Kontinuität und stellte klar: „Wenn wir wieder eingeladen werden, werden wir auch weiterhin gern nach Jöllenbeck kommen.“

Werder Bremen gewinnt den „2. Weltklasse-Kegel-Cup“

Vor zwei Jahren hatten sie das Finale noch verloren, diesmal waren die Fußballerinnen des Bundesligisten SV Werder Bremen eindeutig die Besten – beim 2. Weltklasse-Kegel-Cup im Bielefelder Brenner-Hotel.

Sechs Vereine waren mit jeweils vier Spielerinnen angetreten, um im Liga-Modus „jeder gegen jeden“ das beste Kegelteam auszumachen. Nach gut eineinhalb Stunden war klar: Gegen Werders Quartett war kein Kraut gewachsen. Deren Torhüterin Anna Bockhorst war schon zum zweiten Mal dabei und genoss die Abwechslung zum Fußball-Alltag wie alle anderen Spielerinnen und die zahlreichen Zuschauerinnen, die sich auf den Kegelbahnen des „Weltklasse“-Teamhotels eingefunden hatten, um ihre Mitspielerinnen zu unterstützen. Das Siegerteam von Werder bestand diesmal aus Franziska Gieseke, Anna Bockhorst, Anneke Borbe und Alicia Kersten (Foto von links).
Auf den zweiten Platz kam das Quartett der Däninnen von KoldingQ, und auch der Pokal für den Dritten ging nach Dänemark – an Fortuna Hjørring.

Wo war eigentlich…?

Eine Frage, die sich die Frauenfußball-Fans in Jöllenbeck jedes Jahr aufs Neue stellen. Denn natürlich freuen sich alle im Vorfeld auf irgendeine spezielle Spielerin, nicht selten die Nationalspielerinnen oder Stars des Vorjahres. Aber immer wieder tauchen Hindernisse auf, nicht selten Verletzungen.

Dass die dänischen Klubs diesmal alle drei nicht den Sprung ins Halbfinale schafften, wird zu einem Teil auch daran gelegen haben, dass sie leicht geschwächt ins Turnier gehen mussten. Obwohl erst am Montag nach dem Turnier die offizielle internationale Abstellungsperiode begann, fehlten den drei Klubs insgesamt sechs Akteurinnen, die mit der dänischen Nationalmannschaft schon am Sonntag ins Trainingslager in die USA fliegen mussten. Bei KoldingQ war es Nationaltorhüterin Stina Lykke, bei Aarhus Verteidigerin Stine Ballisager, bei Fortuna Hjørring Signe Bruun, FrederikkeThøgersen, Sarah Dyrehauge und erstmals die junge Caroline Møller.Dazu fehlte die beste Spielerin von „Weltklasse 2017“, Tamires, weil sie sich mit der brasilianischen Nationalmannschaft im Trainingslager befindet. Und noch ein Handicap: Am Freitag vor dem Turnier musste Fortuna noch bei einer Showveranstaltung im Raum Kopenhagen antreten, die live im Fernsehen übertragen wurde. Darum konnte das Team erst am Samstag anreisen.

Ohne drei trat Turbine Potsdam in Jöllenbeck an. Dieselben drei, die auch schon im vergangenen Jahr vermisst wurden: die Olympiasiegerinnen Tabea Kemme und Svenja Huth sowie Cheftrainer Matthias Rudolph. Letzterer, im Hauptberuf Gymnasiallehrer, musste als Betreuer mit ins Skilager seiner Schule. Während Tabea Kemme angeschlagen passen musste, verzichtet Svenja Huth seit einem Jahr auf sämtliche Hallenauftritte, nachdem sie sich beim Turbine-Hallencup auf Kunstrasen so schwer verletzt hatte, dass sie sechs Wochen ausfiel.

Ebenfalls zum zweiten Mal nicht dabei in Jöllenbeck war die deutsche Nationalspielerin Linda Dallmann von der SGS Essen, 2016 noch zur „Besten Spielerin“ des Turniers gewählt. Sie fühle sich auf Kunstrasen wohler, hieß es aus Essener Kreisen, und bevorzuge deshalb die Teilnahme beim eintägigen Turnier in Rauenberg eine Woche später. Eine Entscheidung, die letztlich jede Spielerin für sich selbst fällen muss und die Fans und Zuschauer zu respektieren haben.

Unbedingt dabeisein beim „Weltklasse“-Turnier wollte die Finnin Tia Hälinen von Sparta Prag. Und das, obwohl sie am Montag schon in Helsinki bei der Nationalmannschaft erwartet wurde. Also fuhr sie schon am Sonntagabend nach dem Turnier weiter zum Flughafen nach Düsseldorf, wo sie morgens um 6 Uhr 10 den Flieger über Amsterdam nach Helsinki nahm, um sich auf das anstehende WM-Qualifikationsspiel gegen Israel vorzubereiten.

 

 Posted by at 21:12
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 Posted by at 23:52