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Jan 112017
 

Video-Interview mit Sara Doorsoun + Linda Dallmann (SGS Essen)
und Rebecca Knaak (Bayer 04 Leverkusen)

»Weltklasse 2017«: Interview mit den Organisatoren des TuS Jöllenbeck

»Die Champions League des Hallenfußballs«

Noch wenige Tage bis zum Auftakt von »Weltklasse 2017«, dem 37. Internationalen Frauen-Hallenfußball-Turnier des TuS Jöllenbeck um den Pokal der Sparkasse Bielefeld. »Das ist die Champions League des Hallenfußballs«, sagt Turnierdirektor Olaf Beugholt, »wer sich für temporeichen, technisch hochwertigen Fußball mit Herz interessiert, der sollte nicht zögern, am kommenden Wochenende bei uns vorbeizuschauen.«

Olaf Beughold

Olaf Beugholt

Am 14. und 15. Januar startet das bestbesetzte Frauen-Hallenfußball-Turnier wieder in der Sporthalle der Realschule Jöllenbeck. Turnierdirektor Olaf Beugholt und Geschäftsführer Markus Baumann vom TuS Jöllenbeck haben mit ihrem Team wieder ein Jahr lang fleißig gearbeitet, um diesen internationalen Höhepunkt mit familiärem Flair auf die Beine zu stellen.

»Die Champions League des Hallenfußballs« – das klingt sehr hochgegriffen.
Olaf Beugholt: Ist es aber nicht. Nach wie vor gibt es weltweit kein einziges Hallenturnier, das so viele hochkarätige Mannschaften und Nationen zusammenbringt. Unser Bemühen war es immer, die bestmöglichen Mannschaften zu bekommen, die an diesem Wochenende zur Verfügung stehen. Das heißt, wir haben auch dieses Jahr wieder bei vielen internationalen Topklubs angefragt. Ein Blick auf unser Teilnehmerfeld der vergangenen Jahre zeigt: Die Besten sind dabei geblieben, dazu kommen immer wieder neue Herausforderer. Wenn also ein Verein der Meinung ist, er sei besser als unsere Top 4, dann ist er herzlich willkommen, das unter Beweis zu stellen. Natürlich wären Namen wie Bayern München oder VfL Wolfsburg für uns sehr attraktiv – aber auch wenn sie dabei wären, hieße das nicht automatisch, dass sie auch ins Halbfinale einziehen würden. Man darf nicht vergessen, dass 2015, als es zum letzten Mal den DFB-Hallenpokal gab, Bayer Leverkusen gewonnen hat, vor den vermeintlich größeren Klubs. Und dass das kein Zufall war, hat man bei uns gesehen. 2015 hat Bayer gewonnen, 2016 standen sie erneut im Finale.

Es sind diesmal – nach dem kurzfristigen Rückzug von Brøndby IF nur drei ausländische Top-Vereine dabei. Ist das ein Zeichen dafür, dass die Attraktivität des »Weltklasse«-Turniers im Ausland nachgelassen hat?
Olaf Beugholt: Nein, das auf keinen Fall. Wir haben schon jetzt mehrere An-fragen von internationalen Topklubs, die 2018 gerne dabei sein würden. Die aber aus organisatorischen Gründen, sei es, weil sie zu viele angeschlagene oder verletzte Spielerinnen haben oder ganz einfach Teile ihrer Mannschaft zum Zeitpunkt unseres Turniers noch im Urlaub sind, so kurzfristig nicht ein-springen konnten. Mit einer Rumpftruppe oder zweiten Garnitur möchte hier keiner auflaufen, dazu ist der Respekt vor dem Turnier und den hochkarätigen Gegnern einfach zu groß. Niemand möchte sich blamieren, jeder möchte sich und sein Land bestmöglich repräsentieren.

Aber auffällig ist, dass diesmal kein Team dabei ist, das eine weitere An-reise hat, also mit dem Flieger kommt.
Olaf Beugholt: Das stimmt. Diese Tendenz gibt es schon seit der internationalen Finanzkrise 2008. Eine Flugreise kostet die Vereine eben Geld, selbst Billigflieger sind – wenn man die Kosten fürs Gepäck dazurechnet – nicht mehr ganz so billig.

Fußball-Geschäftsführer Markus Baumann

Fußball-Geschäftsführer Markus Baumann

Markus Baumann: Und außerdem muss man auch immer erst eine Flugverbindung finden, die zum Zeitrahmen unseres Turniers passt. Und zu den Verpflichtungen der Spielerinnen in der Heimat, egal ob Arbeit, Schule oder offizielle Trainingslager der Nationalmannschaften.

Die Trainingslager haben in der Vergangenheit des Turniers schon mehrmals für Umbesetzungen oder nicht komplett angetretene Mann-schaften gesorgt. Ärgert Sie das nicht?
Markus Baumann: Natürlich. Aber das ist etwas, worauf wir verständlicher-weise keinen Einfluss haben. Oftmals wird so etwas auch erst recht kurzfristig beschlossen. Abhängig davon zum Beispiel, ob sich ein Land im Herbst doch noch für ein großes Turnier im kommenden Jahr qualifiziert oder nicht. Dementsprechend ändern sich die dann die Trainingspläne und das Budget für die Nationaltrainer. Die Zahl der Lehrgänge hat in den vergangenen zehn, 15 Jahren deutlich zugenommen. Was aber auch kein Wunder ist, denn immer mehr Nationen nehmen den Frauenfußball ernst. Und 2017 werden erstmals 16 Länder an der Europameisterschaft teilnehmen, so viele wie noch nie. Das hat für uns als Turnierveranstalter natürlich den Vorteil, dass wir eine breitere Auswahl an Nationen haben, aber eben auch den Nachteil, dass das Risiko eines Nationalmannschafts-Lehrgangs an »unserem« Wochenende steigt.

Auf was dürfen sich die Zuschauer von »Weltklasse 2017« denn am Wochenende einstellen? Lohnt es sich, schon am Samstag dabei zu sein?
Markus Baumann: Auf jeden Fall! Schon das Eröffnungsspiel um 14 Uhr sollte sich wirklich keiner entgehen lassen. Denn da gibt’s schon gleich die Neuauflage des Finals von 2016, Fortuna Hjørring gegen Bayer Leverkusen. Sowas hatten wir auch noch nie, dass die besten Teams des Vorjahres in der gleichen Vorrundengruppe sind und schon gleich zu Turnierbeginn aufeinander treffen.
Olaf Beugholt: Außerdem hat die Entwicklung der vergangenen Jahre gezeigt, dass es um den Einzug ins Halbfinale immer spannender wird. Allein schon die vier Bundesligisten, die wir in diesem Jahr dabei haben, bürgen für absolute Qualität und haben alle das Zeug, das Turnier sogar zu gewinnen.
Markus Baumann: Ich würde mich deswegen auch hüten, einen Topfavoriten zu nennen. Umso größer ist unsere Vorfreude aufs Turnier.
Olaf Beugholt: Aber das Besondere des »Weltklasse«-Turniers ist eben auch – neben aller sportlichen Qualität – das familiäre Flair, die Begeisterung der Zu-schauer für alle Spielerinnen und Vereine und die »Stars zum Anfassen«.

Gibt es denn noch Karten für Kurzentschlossene?
Markus Baumann: Definitiv! Wer Lust hat, soll einfach am Samstag und Sonntag vorbeikommen. Wer lieber auf Nummer sicher gehen will und auch noch ein bisschen Geld sparen möchte, für den empfiehlt sich der Vorverkauf. Dieser läuft noch bis zum 13. Januar bei der Neuen Westfälischen in der Geschäftsstelle Bielefeld-Innenstadt, Niedernstraße 21-27 und am Veranstaltungsort in Jöllenbeck, im Reisebüro am Markt an der Dorfstraße 24.

 Posted by at 15:24

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