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Jan 182018
 

Da staunten wirklich alle in der Halle. So etwas hatten sie noch nie gesehen. Ein derart hochklassiges, temporeiches und dramatisches Finale setzte „Weltklasse 2018“, dem 38. Internationalen Frauenfußball-Hallenturnier des TuS Jöllenbeck um den Pokal der Sparkasse Bielefeld, noch die Krone auf. Nach zwei durchweg spannenden Turniertagen in der Sporthalle der Realschule Jöllenbeck holte sich Turbine Potsdam erst im Neunmeterschießen den fünften Titel im Duell mit dem ebenbürtigen tschechischen Vizemeister Sparta Prag. „Ein tolles Finale“, staunte auch Turnierdirektor Olaf Beugholt und wunderte sich, woher beide Mannschaften am Ende noch dieses Tempo und die Kraft hernahmen.

3:0 führte Sparta im Finale schon, als Turbine noch ein Stück mehr aufdrehte und in den zweiten zehn Minuten des Endspiels durch einen Doppelschlag zum Anschluss kam. Als die finnische Nationalspielerin Tia Hälinen für Sparta auf 4:2 erhöhte, war der erste Titel für das tschechische Top-Team zum Greifen nah. Elise Kellond-Knight traf zwar noch zum 3:4, aber 19 Sekunden vor Schluss war Sparta immer noch vorn. Turbine-Keeperin Lisa Schmitz schaltete sich immer wieder ins Angriffsspiel mit ein und holte schließlich mit dem Rücken zum gegnerischen Tor einen äußerst umstrittenen Freistoß heraus. Wurde erneut angespielt und hämmerte den Ball ins Netz – 4:4, Neunmeterschießen!
Gleich mehrfach hatten es die Pragerinnen auf dem Fuß, das Turnier für sich zu entscheiden, weil Potsdam vorlegte und verschoss. Aber entweder landete auch ihr Ball am Pfosten oder bei der überragenden Lisa Schmitz, die zurecht zur „Besten Torhüterin des Turniers“ gewählt wurde. Und so war es doch am Ende Turbine Potsdam, das bei seiner 20. Turnierteilnahme den fünften Titel holte. Einfach Weltklasse!

Es war ein historisches Turnier. Eines, das den Teilnehmern und allen Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird. In den vergangenen Jahren war die Qualität aller teilnehmenden Mannschaften immer weiter gestiegen, aber manchmal in eine Richtung, die polarisierte. Denn manch ein Team, manch ein Trainer hatte zuletzt auf diszipliniertes, taktisch kluges Defensivspiel gesetzt. Darauf, es dem Gegner möglichst schwer zu machen und auf Fehler zu lauern, die es dann eiskalt auszunutzen galt. Auch das ohne Frage eine große Qualität, wenn man es beherrscht. Aber „Weltklasse 2018“ war anders, geprägt von acht Mannschaften, die konsequent offensiv spielten. 164 Turniertore bedeuteten einen neuen Rekord, und das, obwohl keine einzige Mannschaft dabei war, die nur als Schießbude fungierte. In allen Partien ging es in hohem Tempo hin und her, und das nicht etwa wild und ungestüm, sondern mit Kreativität, technischer Finesse und jeder Menge Tordrang. Das Motto: Lieber attraktiv stürmen und das Risiko eingehen ausgekontert zu werden als zu mauern und dann doch durch einen Fehler zu verlieren. Das Spiel ohne Ball war in Jöllenbeck noch nie so ausgeprägt vorhanden wie in diesem Turnier. „Ein irres Tempo“, stellte auch Turnierleiter Markus Baumann schon am ersten Turniertag fest.
Und das schon im Eröffnungsspiel. Es waren erst wenige Sekunden gespielt, da führte Neuling KoldingQ aus Dänemark schon mit 2:0 gegen Titelverteidiger SGS Essen. Warum? Weil Kolding eine Feldspielerin als Torhüterin einsetzte und somit in Überzahl angriff, was die Essenerinnen zunächst komplett überrumpelte. Aber die SGS stellte sich kurz danach schon darauf ein und nutzte ihrerseits die Schwäche eines solch offensiven Torwartsystems und drehte die Partie bis zum Schluss noch zum 5:2 um. In der zweiten Partie überraschte Werder Bremen mit einem 4:1-Erfolg über den dänischen Vorjahresfinalisten und Champions-League-Teilnehmer Fortuna Hjørring. Tore am Fließband, temporeiche, eng umkämpfte Spiele mit ständigen Führungswechseln oder Aufholjagden, so ging es weiter. Keine einzige Partie darunter, die mal auf die Bremse drückte oder einseitig verlief – auch wenn das Ergebnis hinterher manchmal eine andere Sprache spricht. Manch einer, der zurücklag, versuchte eben alles, um doch noch zum Punktgewinn zu kommen, wechselte Torhüterin gegen Feldspielerin aus und hatte mal damit Erfolg und mal ging‘s nach hinten los.

Die Mannschaft des ersten Tages war zweifelsohne Werder Bremen. Viele werden sich die Augen gerieben und gedacht haben: Grün? Ist das jetzt Wolfsburg oder Werder? Nein, es war tatsächlich Werder Bremen, eine Mannschaft, die geschlossen auftrat, mit riesigem Offensivdrang und tollen Spielzügen. In der Breite eine äußerst ausgeglichene Mannschaft, was sich auch darin widerspiegelte, dass die Trainer bei der Wahl zur Besten Spielerin des Turniers gleich mehrere Werder-Kickerinnen ins Rennen warfen: Neben der ehemaligen Potsdamerin Marie-Louise Eta auch Verena Volkmer, Pia Wolter und Lisa-Marie Scholz. Fünf Siege in sechs Vorrundenspielen, darunter je zwei Erfolge über Titelverteidiger SGS Essen und Fortuna Hjørring. Aber dann verloren sie die letzten drei Partien des Turniers, das letzte Gruppenspiel gegen KoldingQ, das Halbfinale gegen Sparta Prag und schließlich auch noch das Spiel um Platz drei, ausgerechnet gegen Essen, das sie zuvor zweimal besiegt hatten. Werder – das Team des ersten Tages, am Ende doch nur Vierter.

Titelverteidiger SGS Essen wusste streckenweise mit großartigen Spielzügen und individueller Klasse zu glänzen und schaffte es auch immer wieder, innerhalb eines ungünstig verlaufenden Spiels zurückzukommen, eine Schippe draufzulegen. Was Essen dagegen ein wenig fehlte, war die Konstanz. Am Ende gab es Platz drei, in dem so starken Teilnehmerfeld definitiv ein Erfolg.

Alle drei dänischen Vertreter zeigten, dass ihre Akteurinnen – darunter viele U-Nationalspielerinnen – hervorragend am Ball ausgebildet sind. Annahme, Mitnahme, Passgenauigkeit, Abschluss – das alles im hohen Tempo – oftmals eine Augenweide. Und auch der 1. FC Köln hielt mit, verlor mehrfach knapp und kam erst im letzten Gruppenspiel zum ersten Punktgewinn – das aber gleich mit einem derart überzeugenden 6:2-Erfolg über VSK Aarhus, dass man sich fragte, warum der Torknoten nicht schon vorher geplatzt war.

Und Sparta Prag? Der tschechische Vizemeister, inzwischen international verstärkt, hat sich kontinuierlich weiterentwickelt, spielt attraktiven Fußball und hat einige Spielerinnen in den Reihen, denen zuzuschauen schon gewaltig Spaß macht, wie etwa Tschechiens großes Stürmertalent Andrea Stašková, Allrounderin Petra Bertholdová oder die nimmermüde Läuferin Tia Hälinen.

Am zweiten Tag ließ das Tempo insgesamt dann erwartungsgemäß ein wenig nach. Kein Wunder, nach den Leistungen des Vortags. Der Wille, nach vorne zu spielen, war aber immer noch bei allen vorhanden – und plötzlich, ganz am Ende, im Finale war dann auch das Tempo wieder da. Ein Beweis dafür, dass in Potsdam und Sparta tatsächlich die beiden besten Mannschaften des Turniers ins Finale eingezogen waren. Diejenigen, die das höchste Niveau am längsten beibehalten konnten.

Der Titelgewinn für Turbine Potsdam war die Konsequenz dessen, dass sich die Brandenburgerinnen wie in alten Zeiten präsentierten, druckvoll, spielerisch stark und nie aufgebend. „Ruhe, Ruhe“, rief Turbine-Trainer Dirk Heinrichs seine Akteurinnen, als sie im Finale zurücklagen. Und genau mit dieser Tugend schafften sie es, den Spieß noch einmal herumzudrehen. Turbine Potsdam – ein würdiger Sieger in einem nicht nur dem Titel nach „Weltklasse“-Turnier.

Beste Torschützin (12 Tore) und beste Spielerin des Turniers Lea Schüller vom SGS Essen, beste Torhüterin Lisa Schmitz von Turbine Potsdam

„Beste Spielerin 2018“

1. Lea Schüller (SGS Essen) 9 P.
2. Andrea Stašková (Sparta Prag) 7 P.
3. Verena Volkmer (Werder Bremen) 5 P.
Anna Gasper (Turbine Potsdam) 5 P.

„Beste Torhüterin 2018“

1. Lisa Schmitz (Turbine Potsdam) 21 P.
2. Anneke Borbe (Werder Bremen) 14 P.
3. Louise Eriksen (KoldingQ) 4 P.

„Beste Torschützinnen 2018“

1. Lea Schüller (SGS Essen) 12 T.
2. Signe Andersen (VSK Aarhus) 9 T.
3. Felicitas Rauch (Turbine Potsdam) 7 T.

 

Sørensen: „Das war mein letzter Tag als Trainer“

Einmal noch das „Weltklasse“-Turnier erleben und dann aufhören. Was sich fast schon kitschig anhört, ist wieder einmal Realität. Kaum war „Weltklasse 2018“, das 38. Internationale Frauenfußball-Hallenturnier des TuS Jöllenbeck um den Pokal der Sparkasse Bielefeld beendet, erklärte Brian Sørensen, der Erfolgstrainer des dänischen Spitzenklubs Fortuna Hjørring: „Das war mein letzter Tag als Trainer.“

Mehr als 20 Jahre lang war Sørensen als Coach im Frauenfußball aktiv, wurde Dänischer Meister, Pokalsieger und erreichte in der Champions League das Viertelfinale. Aber jetzt ist Schluss. Vor einigen Jahren hat er ein Projekt namens „Goal Station“ gegründet. Ein Fußball-Trainings-System unter anderem mit Banden und Ball-Kanonen, das Vereinen die Trainingsarbeit erleichtern und unterstützen soll – und auch Spielern ermöglicht, ihr Ballgefühl, Passgenauigkeit und Dribbelkünste zu trainieren und verbessern. Ein Projekt, das inzwischen weltweit großen Anklang findet und das er nun intensiver betreuen will. „Ich werde darum ab sofort in Miami wohnen“, erklärte Sørensen – und zwar gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, der zehnmaligen dänischen Nationalspielerin Camilla Kur, im vergangenen Jahr Torschützenkönigin von „Weltklasse 2017“, die jetzt ebenfalls beim Turnier ihre Karriere beendet hat. „Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass wir besser abschneiden als nur Fünfter“, so Sørensen, „aber unsere junge Mannschaft hat sich toll verkauft, und insgesamt können wir zufrieden sein.“
Neue Cheftrainerin bei Fortuna ist ab sofort Carrie Kveton aus den USA, schon seit Jahren Co-Trainerin in Hjørring. Sie verspricht Kontinuität und stellte klar: „Wenn wir wieder eingeladen werden, werden wir auch weiterhin gern nach Jöllenbeck kommen.“

Werder Bremen gewinnt den „2. Weltklasse-Kegel-Cup“

Vor zwei Jahren hatten sie das Finale noch verloren, diesmal waren die Fußballerinnen des Bundesligisten SV Werder Bremen eindeutig die Besten – beim 2. Weltklasse-Kegel-Cup im Bielefelder Brenner-Hotel.

Sechs Vereine waren mit jeweils vier Spielerinnen angetreten, um im Liga-Modus „jeder gegen jeden“ das beste Kegelteam auszumachen. Nach gut eineinhalb Stunden war klar: Gegen Werders Quartett war kein Kraut gewachsen. Deren Torhüterin Anna Bockhorst war schon zum zweiten Mal dabei und genoss die Abwechslung zum Fußball-Alltag wie alle anderen Spielerinnen und die zahlreichen Zuschauerinnen, die sich auf den Kegelbahnen des „Weltklasse“-Teamhotels eingefunden hatten, um ihre Mitspielerinnen zu unterstützen. Das Siegerteam von Werder bestand diesmal aus Franziska Gieseke, Anna Bockhorst, Anneke Borbe und Alicia Kersten (Foto von links).
Auf den zweiten Platz kam das Quartett der Däninnen von KoldingQ, und auch der Pokal für den Dritten ging nach Dänemark – an Fortuna Hjørring.

Wo war eigentlich…?

Eine Frage, die sich die Frauenfußball-Fans in Jöllenbeck jedes Jahr aufs Neue stellen. Denn natürlich freuen sich alle im Vorfeld auf irgendeine spezielle Spielerin, nicht selten die Nationalspielerinnen oder Stars des Vorjahres. Aber immer wieder tauchen Hindernisse auf, nicht selten Verletzungen.

Dass die dänischen Klubs diesmal alle drei nicht den Sprung ins Halbfinale schafften, wird zu einem Teil auch daran gelegen haben, dass sie leicht geschwächt ins Turnier gehen mussten. Obwohl erst am Montag nach dem Turnier die offizielle internationale Abstellungsperiode begann, fehlten den drei Klubs insgesamt sechs Akteurinnen, die mit der dänischen Nationalmannschaft schon am Sonntag ins Trainingslager in die USA fliegen mussten. Bei KoldingQ war es Nationaltorhüterin Stina Lykke, bei Aarhus Verteidigerin Stine Ballisager, bei Fortuna Hjørring Signe Bruun, FrederikkeThøgersen, Sarah Dyrehauge und erstmals die junge Caroline Møller.Dazu fehlte die beste Spielerin von „Weltklasse 2017“, Tamires, weil sie sich mit der brasilianischen Nationalmannschaft im Trainingslager befindet. Und noch ein Handicap: Am Freitag vor dem Turnier musste Fortuna noch bei einer Showveranstaltung im Raum Kopenhagen antreten, die live im Fernsehen übertragen wurde. Darum konnte das Team erst am Samstag anreisen.

Ohne drei trat Turbine Potsdam in Jöllenbeck an. Dieselben drei, die auch schon im vergangenen Jahr vermisst wurden: die Olympiasiegerinnen Tabea Kemme und Svenja Huth sowie Cheftrainer Matthias Rudolph. Letzterer, im Hauptberuf Gymnasiallehrer, musste als Betreuer mit ins Skilager seiner Schule. Während Tabea Kemme angeschlagen passen musste, verzichtet Svenja Huth seit einem Jahr auf sämtliche Hallenauftritte, nachdem sie sich beim Turbine-Hallencup auf Kunstrasen so schwer verletzt hatte, dass sie sechs Wochen ausfiel.

Ebenfalls zum zweiten Mal nicht dabei in Jöllenbeck war die deutsche Nationalspielerin Linda Dallmann von der SGS Essen, 2016 noch zur „Besten Spielerin“ des Turniers gewählt. Sie fühle sich auf Kunstrasen wohler, hieß es aus Essener Kreisen, und bevorzuge deshalb die Teilnahme beim eintägigen Turnier in Rauenberg eine Woche später. Eine Entscheidung, die letztlich jede Spielerin für sich selbst fällen muss und die Fans und Zuschauer zu respektieren haben.

Unbedingt dabeisein beim „Weltklasse“-Turnier wollte die Finnin Tia Hälinen von Sparta Prag. Und das, obwohl sie am Montag schon in Helsinki bei der Nationalmannschaft erwartet wurde. Also fuhr sie schon am Sonntagabend nach dem Turnier weiter zum Flughafen nach Düsseldorf, wo sie morgens um 6 Uhr 10 den Flieger über Amsterdam nach Helsinki nahm, um sich auf das anstehende WM-Qualifikationsspiel gegen Israel vorzubereiten.

 

 Posted by at 21:12
Jan 142018
 

Werder und Turbine Potsdam stehen schon im Halbfinale

Es sind zwar erst vier von sechs Gruppenspielen absolviert, aber zwei Bundesligisten stehen nach dem ersten Tag von „Weltklasse 2018“, dem 38. Internationalen Frauenfußball-Hallenturnier des TuS Jöllenbeck um den Pokal der Sparkasse Bielefeld, schon im Halbfinale – neben Dauergast Turbine Potsdam auch zum ersten Mal der SV Werder Bremen.
Es war schon imponierend, wie die Frauen von Werder Bremen bislang durchs Turnier gestürmt sind. Mit gleich zwei Siegen über den Vorjahresfinalisten Fortuna Hjørring und je einem Sieg gegen Titelverteidiger SGS Essen und KoldingQ steht das Team von Trainerin Carmen Roth mit 12 Punkten an der Tabellenspitze der Gruppe 1. In der zweiten Gruppe war es einmal mehr Turbine Potsdam, das sich mit vier Siegen aus vier Spielen von den Konkurrenten absetzte.
Zwar werden die bislang noch sieg- und punktlosen Spielerinnen des 1. FC Köln und von KoldingQ aus Dänemark am zweiten Tag nur noch um die Plätze 5 bis 8 kämpfen können, aber auch diese beiden Teams hielten fast alle Partien lange offen.
Gestürmt wurde beim Weltklasse-Turnier schon lange nicht mehr soviel wie an diesem ersten Tag. Alle acht Teilnehmer setzten voll auf Offensive. Keine Atempause und kein einseitiges Powerplay. Ständig ging es hin und her, mit tollen Kombinationen und Spielzügen und jeder Menge Torszenen. Die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Dank Frauenfußball vom Feinsten in allerhöchstem Tempo – dank acht Teams,die fast auf Augenhöhe spielten. Das verspricht Spannung für den zweiten Turniertag.

Mehr Infos zum Turnier den Live-Ticker mit allen Torschützinnen und das komplette Turniermagazin zum Download gibt es unter www.frauenturnier.de.

 

Tabellenstand „Weltklasse 2018“ (1. Tag)

Gruppe 1:
1. Werder Bremen                   4            15:4  12
2. SGS Essen                                  4            13:8    9
3. Fortuna Hjørring (DK)            4            5:10   3
4. KoldingQ (DK)                          4            7:18   0
Gruppe 2:
1. Turbine Potsdam                  4          14:5    12
2. Sparta Prag (CZ)                         4          15:12    7
3. VSK Aarhus (DK)                       4            8:12    4
4. 1. FC Köln                                    4            6:13     0

 Posted by at 09:47
Jan 092018
 

»Viele von uns sind richtig heiß auf die Halle«

Einmal war er schon dabei, als Assistent von Trainer-Legende Bernd Schröder. Jetzt feiert er sein Debüt als Chefcoach von Turbine Potsdam beim »Weltklasse«-

Matthias Rudolph – Cheftrainer Turbine Potsdam

Turnier. »Das hat für uns einen hohen Stellenwert«, sagt Matthias Rudolph vor dem 38. Internationalen Frauen-Hallenfußball-Turnier um den Pokal der Sparkasse Bielefeld. Zum 20. Mal in Folge ist Turbine am 13. und 14. Januar in der Sporthalle der Realschule im Bielefelder Stadtteil Jöllenbeck am Start. Eine Tradition, die »der Neue« nicht ändern will. Ein Mann, der etwas anders ist als sein Vorgänger.
»Die Schule will ich nicht aufgeben«, sagt der 35-Jährige im Interview mit dem offiziellen Turniermagazin von »Weltklasse 2018«, das seit dem letzten Wochenende auch im Internet abrufbar ist. Matthias Rudolph ist nämlich nicht etwa hauptberuflich Fußballtrainer, sondern Sport- und Geographielehrer am Gymnasium in Potsdam. Ein ehemaliger Fußballer, der immer schon zweigleisig gefahren ist und sich selbst als bodenständig beschreibt. Der Schatten seines Vorgängers Bernd Schröder, der mehr als 40 Jahre den Frauenfußball in Potsdam, der DDR und dem vereinten Deutschland geprägt hat, ist riesengroß. Aber schon in seiner ersten Saison als Chefcoach hat Rudolph gezeigt, dass er in Schröders Fußstapfen gut zurechtkommt. Auf Anhieb mit einer verjüngten Mannschaft landete er auf dem dritten Rang, verpasste ganz knapp die Champions League durch eine ärgerliche Niederlage gegen Bayern München am vorletzten Spieltag.
Und auch in dieser Saison ist Turbine ein absolutes Spitzenteam. Als einziger Bundesligist ist Potsdam noch immer ungeschlagen und ist doch am Ende der Hinrunde nur Vierter bzw. Fünfter, falls der 1. FFC Frankfurt noch sein Nachholspiel gewinnt. Der Grund: zuviele Unentschieden. »Wir müssen in der Offensive noch effizienter werden«, lautet deshalb die Vorgabe von Matthias Rudolph. Anfangen können sie mit diesen guten Vorsätzen schon mal beim »Weltklasse«- Turnier in Jöllenbeck, bei dem Turbine als einer der Top-Favoriten ins Rennen geht und hoch motiviert ist. »Viele von unseren Spielerinnen sind richtig heiß darauf, in der Halle zu spielen«, erzählt er, für den das Turnier auch deshalb so wertvoll ist, »weil man hier auf internationale Mannschaften trifft, mit denen man sich messen kann.«
In der Gruppenphase sind das in diesem Jahr der tschechische Vizemeister Sparta Prag und der dänische Ligadritte VSK Aarhus. Dazu kommt Bundesligist 1. FC Köln, für den in Peggy Nietgen (geborene Kuznik) eine ehemalige Turbine-Spielerin und Champions-League-Siegerin aktiv ist. Harte Konkurrenz auf dem Weg zu dem Ziel, das Turnine unter Rudolphs Vorgänger Bernd Schröder viermal erreichte, allerdings mittlerweile seit acht Jahren nicht mehr: Der Sieg beim »Weltklasse«-Turnier von Jöllenbeck.

Gruppe 1

SGS Essen              (Bundesliga; Sieger 2017, Finalist 2015)

Fortuna Hjørring       (Dänemark; Finalist 2017, Sieger 2016,

Champions League-Teilnehmer 2017)

Werder Bremen       (Bundesliga)

KoldingQ                  (Dänemark)

 

Gruppe 2

Turbine Potsdam     (Bundesliga; Dritter 2017)

AC Sparta Prag       (Tschechien; Vierter 2017,

Champions League-Teilnehmer 2017)

VSK Aarhus             (Dänemark)

1. FC Köln                (Bundesliga)

 Posted by at 08:00
Jan 062018
 

»Das Turnier hat schon einen hohen Stellenwert für uns«
Im Sommer 2015 wurde Matthias Rudolph Co-Trainer des Frauen-Bundesligisten Turbine Potsdam und übernahm mit Ende der Saison 2015/2016 den Trainerstuhl des Potsdamer Trainer-Urgestein Bernd Schröder. Am 13. und 14. Januar ist Rudolph nun mit seinem Team Teilnehmer beim 38. Internationalen Frauen-Hallenfußball-Turnier um den Pokal der Sparkasse Bielefeld.
Für Turbine ist es in diesem Jahr ein Jubiläumsturnier. Denn schon zum 20. Mal in Folge treten die Potsdamerinnen in Jöllenbeck an. »Weltklasse« ohne Turbine Potsdam, das ist kaum noch denkbar. 16 Mal in ununterbrochener Folge erreichte Turbine seit 2003 dabei mindestens das Halbfinale. Den letzten Turniersieg allerdings holten sich die Brandenburgerinnen vor acht Jahren. Seitdem schafften sie kein einziges Mal mehr den Einzug ins Finale. Für Matthias Rudolph hat das Jöllenbecker Turnier aber einen besonderen Reiz. Warum, das erzählt er ausführlich im Interview mit dem Turnier-Magazin.

Dank des offiziellen Turnier-Magazins, das ab Montag wieder an zahlreichen Stellen in und um Jöllenbeck ausliegt, das aber auch jeder – egal woher – ganz einfach downloaden oder online lesen kann – auf www.frauenturnier.com. Ein Service also, mit dem sich alle Fans und Neugierigen schon ausführlich über »Weltklasse 2018« und die teilnehmenden Mannschaften informieren und einstimmen können.

Außerdem im Turnier-Magazin: Die Kaderlisten der Teilnehmer, ein Rückblick auf das 2017er-Turnier und die fast 40-jährige Geschichte dieses außergewöhnlichen Turniers, das sich im Lauf der Zeit zum bestbesetzten Frauen-Hallenfußball-Turnier der Welt entwickelt hat.

Alle Infos rund um das aktuelle Turnier und zum Ticketverkauf gibt es unter www.frauenturnier.com.

Gruppe 1

SGS Essen              (Bundesliga; Sieger 2017, Finalist 2015)

Fortuna Hjørring       (Dänemark; Finalist 2017, Sieger 2016,

Champions League-Teilnehmer 2017)

Werder Bremen       (Bundesliga)

KoldingQ                  (Dänemark)

 

Gruppe 2

Turbine Potsdam     (Bundesliga; Dritter 2017)

AC Sparta Prag       (Tschechien; Vierter 2017,

Champions League-Teilnehmer 2017)

VSK Aarhus             (Dänemark)

1. FC Köln (Bundesliga)

 Posted by at 00:01
Jan 022018
 

»EM-Revanche hat einen ganz besonderen Reiz«

Zehnmal werden wir noch wach… jawohl, dann darf schon wieder gefeiert werden – das größte Frauenfußball-Fest des Winters. »Weltklasse 2018«, das 38. Internationale Frauen-Hallenfußball-Turnier des TuS Jöllenbeck um den Pokal der Sparkasse Bielefeld, lockt am 13. und 14. Januar die Fußballfans nach Ostwestfalen. Alle vier Halbfinalisten des Vorjahres sind wieder mit dabei, und dazu kommt es zu einem interessanten Ländervergleich auf Klub-Ebene. Viel Arbeit, aber auch große Vorfreude bei Turnierdirektor Olaf Beugholt und Turnierleiter Markus Baumann vom TuS Jöllenbeck.

Vier deutsche Erstligisten gegen drei dänische Erstligisten – das klingt fast nach einer großangelegten Revanche für das Viertelfinal-Aus der deutschen Frauen bei der Europameisterschaft gegen Dänemark. War das von Anfang an so geplant?
Olaf Beugholt: Nein, das hat sich im Lauf der Verhandlungen so ergeben, aber so ein Ländervergleich – quasi eine EM-Revanche –  hat natürlich einen ganz besonderen Reiz. Denn es sind ja nicht nur einfach drei beliebige dänische Erstligisten, sondern der Vizemeister Fortuna Hjørring, der Drittplatzierte der vergangenen Saison VSK Aarhus und der Vierte KoldingQ. Auch für die ist das eine äußerst reizvolle Gelegenheit, sich mit vier Klubs aus der besten Liga der Welt zu messen.

Die Bundesliga ist allerdings in Werder Bremen und dem 1. FC Köln mit zwei Aufsteigern vertreten, zwei Vereinen noch ohne internationale Erfahrung im Frauenbereich.
Markus Baumann: Das stimmt. Auf den ersten Blick. Aber beide Vereine haben viele Spielerinnen im Kader, die mit den U- und A-Nationalmannschaften schon große Erfolge gefeiert haben. Und Köln hat in Peggy Nietgen und Anne-Kathrine Kremer zwei, die mit dem 1. FFC Frankfurt  sogar die Champions-League gewonnen haben. Ähnliche Konstellationen findet man in keinem anderen Land, in keiner anderen Liga. Interessant ist ja in diesem Jahr auch, dass beide Aufsteiger in der Winterpause nicht auf einem Abstiegsplatz stehen. Das war in den vergangenen Jahren eigentlich die Regel, dass zumindest einer der beiden Neuen so große Gewöhnungsschwierigkeiten hatte, dass er von ganz unten auch gar nicht mehr wegkam. Das ist in dieser Saison nicht so – wohl auch deshalb nicht, weil Köln und Bremen vor zwei Jahren schon Erstligisten waren und genau das erlebt haben. Und jetzt ihre Erfahrung vom ersten Aufstieg mitnehmen können.

Wie schwer ist es denn, das Teilnehmerfeld für das »Weltklasse«-Turnier zusammenzustellen und nach welchen Kriterien gehen Sie vor?

Olaf Beugholt: Unser Hauptkriterium ist: Wir wollen die bestmöglichen Mannschaften zu uns holen. Das ist Ansporn, Anspruch aber auch Schwierigkeit zugleich. Denn nicht alles, was man sich wünscht, ist auch möglich. Unser Turnier ist ein Einladungsturnier. Und jede Mannschaft, die wir einladen, muss schon ein gewisses Grundniveau mitbringen, um mit der Turnierkonkurrenz mithalten zu können und nicht von vornherein chancenlos zu sein.
Markus Baumann: Wobei das natürlich in der Praxis dann trotzdem vorkommen kann. Das betrifft nahezu jede Mannschaft aus dem Ausland, die nicht schon mal bei uns war und in deren Land eben kein Hallenfußball gespielt wird. Da kannst du zu Hause Serienmeister sein und in der Champions League spielen, aber dann kommst du nach Deutschland in die Halle, musst dich erst an die Regeln und Spielweise gewöhnen und hast als Gegner unter anderem auch noch vier Vertreter aus der besten Liga der Welt. Auch da gilt es, erstmal Erfahrung zu sammeln.
Olaf Beugholt: Von null auf eins, das haben wir bei internationalen Teams erst einmal erlebt, 2004, mit Djurgården/Älvsjö, als die Schwedinnen bei ihrem Debüt gleich das Turnier gewonnen haben – mit ihren Superstars wie Kicki Bengtsson oder Victoria Svensson. Bei denen hat damals einfach alles gepasst. Dafür taten die sich bei späteren Teilnahmen dann schwerer, wurden vier Jahre später sogar Letzter.
Markus Baumann: Übrigens: Wenn man sich unsere Ergebnisliste der vergangenen 18 Jahre anschaut, dann ist es im Nachhinein erstaunlich, wie oft internationale Topteams Letzter oder Vorletzter bei uns geworden sind. Man meint immer: Mensch, die hatten doch ganz tolle Spielerinnen dabei! Aber gereicht hat es dann am Ende trotzdem nicht für eine bessere Platzierung.

Seit 2012 gab es kein Team mehr aus Schweden. War das so gewollt? Oder wollen die Schweden nicht mehr?

Olaf Beugholt: Weder noch. Natürlich gibt es schwedische Vereine, die noch nie bei uns waren, weil zum einen der Trainer keinen Hallenfußball mag oder einfach diese erste Erfahrung, mal bei uns dabei gewesen und infiziert worden zu sein, fehlt. Aber es gibt einige schwedische Vereine, die für uns sehr interessant sind und die sich auch für uns interessieren. Aber unser Turniertermin liegt schon sehr früh im Jahr, vor allem für Mannschaften aus Ligen, deren Spielbetrieb erst wieder im April beginnt. Heißt: Sie haben ihre Mannschaft Mitte Januar noch gar nicht wieder zusammen, viele sind im Urlaub und fahren dann gleich weiter zu den Nationalmannschaften.
Markus Baumann: In Schweden kommt hinzu, dass in der Regel Ein-Jahres-Verträge mit den Spielerinnen abgeschlossen werden. Und erst wenn die Saison zu Ende ist, also Anfang November, geht es los mit den Vertragsverhandlungen. Manche haben bis Ende des Jahres nicht mal einen Trainer für die neue Saison. Und wer soll und kann dann überhaupt entscheiden, ob man zu einem Top-Hallenturnier nach Deutschland fahren soll. Die haben erstmal vordringliche Dinge zu lösen und erst dann den Kopf, über uns nachzudenken, wenn es bei uns in der schon zu spät ist.
Aus wie vielen Mannschaften können Sie überhaupt wählen, um ein qualitativ hochwertiges Teilnehmerfeld zusammenzubekommen?
Markus Baumann:  Abzüglich der Ligen wie Frankreich, Spanien, Portugal oder Italien, in denen im Winter durchgespielt wird, bleiben noch etwa 60 Vereine, die für uns interessant sind. Das ist schon eine enorme Zahl, die in den vergangenen Jahren immer weiter gewachsen ist, weil der Frauenfußball in zunehmend mehr Ländern ernst genommen und professionalisiert wird.

Aber genau diese Professionalisierung steht uns dann natürlich auch wieder im Weg.

Olaf Beugholt: Genau. Wir hätten natürlich auch gern mal wieder ein Team aus dem neuen Europameisterland Niederlande dabeigehabt. Das ging aber nicht. Weil die Top-Teams alle schon im Januar im Trainingslager im Süden sind. Ein weiteres Handicap, mit dem wir schon immer mal mehr und mal weniger zu kämpfen haben, ist die internationale Abstellungspflicht. Vom 15. bis 24. Januar müssen die Vereine alle ihre Nationalspielerinnen freigeben für die Trainingslager der Nationalteams. Und immer mehr Länder nehmen das in Anspruch, um den Anschluss an die Top-Nationen herzustellen.
Dänemark hat ja bekanntermaßen selbst eine Hallenfußballtradition – das ist sicherlich auch ein Kriterium, was dafür gesprochen hat, letztlich zum ersten

Mal drei Vereine aus einem Land zu verpflichten, oder?
Markus Baumann: Ja, ein gewisses Grundniveau ist da garantiert. Allerdings muss man mit Prognosen vorsichtig sein, denn in Dänemark wird seit ein paar Jahren in der Halle nur noch nach Futsalregeln gespielt. Das ist schon eine Umgewöhnung. In Deutschland besteht hier noch Nachholbedarf.
Olaf Beugholt: Ich bin sehr gespannt, wie sich der Debütant KoldingQ bei uns schlagen wird. Ein neuer Name mit neuen Gesichtern – das ist ja auch etwas, worauf wir immer wieder Wert legen. Unseren Zuschauern immer mal wieder etwas Neues bieten, auch etwas, was vielleicht anfangs erstmal unterschätzt wird. Wir hatten in den vergangenen Jahren hier Top-Teams aus Island, der Schweiz, Belgien und Portugal – vermeintliche Exoten, die kurz darauf alle ihren internationalen Durchbruch hatten und im Sommer alle bei der EM waren.
Markus Baumann: Auch nicht zu vergessen der SC Heerenveen. Die Niederländerinnen waren damals bei uns mit Sherida Spitse und Vivianne Miedema – heute zwei der besten Spielerinnen der Welt und beide Europameisterinnen.
Olaf Beugholt: Die richtige Mischung macht’s. Seit 2015 haben wir jedes Jahr die Top 4 des Vorjahres dabei, so auch diesmal. Und dazu vier neue Herausforderer. Das sorgt für Spannung und Abwechslung.
Markus Baumann: Es gibt ja auch leider nur noch drei größere Hallenturniere. Neben »Weltklasse« noch das in Potsdam, wo sieben ausländische Vereine und Turbine als Gastgeber am Start sind, und das eintägige Turnier in Rauenberg, mit deutschen Erst- und Zweitligisten.
Olaf Beugholt: Letztes Jahr hat Potsdam sein eigenes Turnier gewonnen, der SC Sand in Rauenberg. Beide waren bei uns und landeten hinter der SGS Essen. Also alle drei Hallenturniersieger von 2017 konnte man bei uns zusammen in einem Turnier sehen. Sowas lässt sich natürlich nicht planen, zeigt aber, dass wir bei der Auswahl ein gutes Händchen hatten.

Ist Titelverteidiger SGS Essen für Sie erneut der Titelfavorit?

Markus Baumann: DEN Titelfavoriten gibt es für mich nicht. Aber natürlich gehört Essen dazu, jetzt, wo die Mannschaft etliche A-Nationalspielerinnen hat, die alle im eigenen Verein dazu gemacht wurden. Der Verein hat sich toll entwickelt. Aber auch Potsdam und Fortuna Hjørring muss man immer auf der Rechnung haben.
Olaf Beugholt: Bei Sparta Prag fehlte oft nicht viel, um auch noch den Schritt ins große Finale zu machen. Dass die Tschechinnen immer besser werden, sieht man auch an der Entwicklung der Nationalmannschaft, die es zuletzt den Deutschen sehr schwer machte. Und dann bin ich ebenso gespannt wie alle auf die vier Neuen – für mich ist zum Beispiel Werder Bremen ein Team, das für eine große Überraschung sorgen kann.

Wo gibt es die Eintrittskarten?

Markus Baumann: Die Tickets werden exklusiv bei zwei Bielefelder Vorverkaufsstellen angeboten. Sie sind erhältlich bei der Neuen Westfälischen in der Geschäftsstelle Bielefeld-Innenstadt, Niedernstraße 21-27 und am Veranstaltungsort in Jöllenbeck, im Reisebüro Jöllenbeck, Karin Joneleit, an der Dorfstraße 16. Ferner ist die Bestellung auch online unter www.frauenturnier.com möglich. Selbstverständlich gibt es auch Karten an den Tageskassen.

 

Gruppe 1

SGS Essen (Bundesliga; Sieger 2017, Finalist 2015)
Fortuna Hjørring (Dänemark; Finalist 2017, Sieger 2016, Champions League-Teilnehmer 2017)
Werder Bremen (Bundesliga)
KoldingQ (Dänemark)

 

Gruppe 2

Turbine Potsdam (Bundesliga; Dritter 2017)
AC Sparta Prag (Tschechien; Vierter 2017, Champions League-Teilnehmer 2017)
VSK Aarhus (Dänemark)
1. FC Köln (Bundesliga)

 Posted by at 15:49
Dez 222017
 

Final-Revanche schon in der Vorrunde

Zu einer Neuauflage des Endspiels vom Vorjahr kommt es bei »Weltklasse 2018« am 13. und 14. Januar schon in der Gruppenphase. Das hat am Donnerstagabend die Auslosung des 38. Internationalen Frauen-Hallenfußball-Turniers um den Pokal der Sparkasse Bielefeld ergeben. Denn sowohl

Turnierleiter Markus Baumann

Titelverteidiger SGS Essen als auch der dänische Champions League-Teilnehmer Fortuna Hjørring sind in dieselbe Gruppe gelost worden. »Das verspricht jede Menge Spannung und hochklassige Partien schon in der Vorrunde«, so Turnierleiter Markus Baumann vom gastgebenden TuS Jöllenbeck. Die beiden Herausforderer von Essen und Fortuna in diesem Winter waren im vergangenen Jahr nicht in Jöllenbeck am Start. Es sind Bundesliga-Aufsteiger Werder Bremen und der dänische Erstligist KoldingQ. Während die Däninnen zum ersten Mal überhaupt dabei sind, ist es für Werder Bremen – nach 2016 – der zweite Auftritt beim »Weltklasse«-Turnier.

 

In Gruppe 2 treffen der Dritte und Vierte des vergangenen Jahres aufeinander. Turbine Potsdam und der tschechische Champions League-Teilnehmer AC Sparta Prag haben es diesmal ebenfalls mit zwei neuen Konkurrenten zu tun. Der VSK Aarhus aus Dänemark und der 1. FC Köln kämpfen mit den Stammgästen des Turniers um den Einzug ins Halbfinale. Ein Erfolg, den der Stammklub von Aarhus – IK Skovbakken – in der Vergangenheit bereits geschafft hat.

Für den 1. FC Köln um seine neuseeländische Rekordtorschützin Amber Hearn ist das Turnier eine Premiere. Allerdings hat der prominente Kölner Neuzugang vom Sommer, Peggy Nietgen (geborene Kuznik), das »Weltklasse«-Turnier schon zweimal mit dem SC 07 Bad Neuenahr gewonnen.

 

Gruppe 1

SGS Essen (Bundesliga; Sieger 2017, Finalist 2015)
Fortuna Hjørring (Dänemark; Finalist 2017, Sieger 2016, Champions League-Teilnehmer 2017)
Werder Bremen (Bundesliga)
KoldingQ (Dänemark)

Gruppe 2

Turbine Potsdam (Bundesliga; Dritter 2017)
AC Sparta Prag (Tschechien; Vierter 2017, Champions League-Teilnehmer 2017)
VSK Aarhus (Dänemark)
1. FC Köln (Bundesliga)

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Dez 202017
 

KoldingQ ersetzt den MSV Duisburg

Das Wetter hat zugeschlagen, und das nicht nur in der Frauenfußball-Bundesliga, sondern indirekt auch bei »Weltklasse 2018«. Der MSV Duisburg musste seine Teilnahme am 38. Internationalen Frauen-Hallenfußball-Turnier um den Pokal der Sparkasse Bielefeld wegen Terminschwierigkeiten kurzfristig  zurückziehen. Der Ersatz kommt aus dem Land des Vize-Europameisters: KoldingQ aus Dänemark hat sich den freien Platz geschnappt.
Als am Wochenende die Bundesliga-Partie des MSV Duisburg beim FF USV Jena der Unbespielbarkeit des Platzes zum Opfer fiel, stand Duisburgs Trainer Christian Franz-Pohlmann vor einem Problem. Denn für Duisburg war es bereits der zweite Spielausfall. Beide Partien sollen nun noch vor dem Rückrundenstart im Februar ausgetragen werden. »Für uns bedeutet das, dass wir zwei Wochen weniger Vorbereitungszeit haben. Weil unsere Nationalspielerinnen dazu auch noch zehn Tage weg sind, bleibt uns kaum Zeit, mit dem ganzen Team zu trainieren«, erklärt Franz-Pohlmann die Absage, die ihm schwergefallen ist. »Ich habe noch versucht, unseren Trainingsauftakt eine Woche vorzuziehen, aber leider sind viele Spielerinnen noch im Urlaub. Deswegen bleibt uns jetzt nichts anderes übrig, als unsere Teilnahme abzusagen«, so der Trainer des MSV Duisburg.
Den freien Platz hat sich dafür ein Verein geschnappt, der noch nie in Jöllenbeck war. KoldingQ ist ein reiner Frauenfußballverein aus Dänemark, der seit seiner Gründung mit Aarhus bzw. Skovbakken um den dritten Platz in der Liga kämpft und am liebsten noch höher hinaus würde. Angeführt wird der Kader von Nationaltorhüterin Stina Lykke. Noch eine Spielerin also, die im Sommer den deutschen Frauen das bittere EM-Aus im Viertelfinale beschert hat. Lykke war auch schon in der Bundesliga aktiv, beim MSV Duisburg und beim 1. FC Köln.
Die Teilnehmer von »Weltklasse 2018«: SGS Essen, Turbine Potsdam, Werder Bremen, 1. FC Köln, Fortuna Hjørring (Dänemark), VSK Aarhus (Dänemark), KoldingQ (Dänemark), Sparta Prag (Tschechien).
Eintrittskarten werden seit dem 12. Dezember bei zwei Bielefelder Vorverkaufsstellen angeboten. Sie sind erhältlich bei der Neuen Westfälischen in der Geschäftsstelle Bielefeld-Innenstadt und am Veranstaltungsort in Jöllenbeck, im Reisebüro Karin Joneleit, an der Dorfstraße 16.

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